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Stummfilm in concert

„Dating Planet A“ heißt ein lakonisches und ausdrucksstarkes Stummfilm ähnliches Bilder-und Musik-Kaleidoskop des Künstlers Johannes Felder und des Musikers Jonathan Hofmeister. Es ist ein Kino-Konzert-Erlebnis mit Livevertonung der Band „Hotties“, das sowohl Film als auch Musik verschmelzen lässt. In diesem mal witzigen, mal berührend-poetischen Bilder- und Klangpuzzle geht es um das Sein in der Welt, um ihre Schönheit und Verletzlichkeit. Verschmelzende cineastische Kurzgeschichten thematisieren den Boden, auf dem wir stehen, seine Gefährdung und zugleich grandiose Vielfalt. Darüber hinaus geschieht dies mit einer packenden akustischen und visuellen Sogwirkung.

  • Dating Planet A - Stummfilm live in concert
  • Dating Planet A - Stummfilm live in concert
  • Dating Planet A - Stummfilm live in concert
  • Dating Planet A - Stummfilm live in concert

Es gibt keinen Planeten B, aber das führt in „Dating Planet A“ nicht zu dystopischer Verzweiflung. Sondern zu einer Haltung, gerade nicht in Hoffnungslosigkeit baden zu gehen, sondern sich künstlerisch freizuschwimmen. Der Film wagt sowohl einen Blick auf die Welt als auch auf den Menschen, ihre unausweichlichen Zusammenhänge und die Missverständnisse, die sich aus dieser Co-Existenz ergeben. Trotz drohender Entfremdung auf einem sich rasant wandelnden Planeten, laden Felder und Hofmeister das Publikum auf dieses gemeinsame Abenteuer ein, vor der Kinoleinwand einen Platz zu finden und dem unmittelbaren Reiz live gespielter Filmvertonung zu lauschen.

Ein rasanter, wunderschöner, und stellenweise auch noch richtig lustiger Bild- und Soundteppich

CURT Magazin

Film und Musik verschlingen sich ineinander, grenzenlos, so dass man manchmal gar nicht mehr bemerkt, dass die Musik LIVE im Saal entsteht!

Johannes Reichert – Countertenor

Der fulminante Bilder- und Klangrausch wird uns noch länger beschäftigen und viel Stoff für Diskussionen bieten.

Auch ein 3.mal wäre es ein Genuss!! Ich habe es sehr genossen und finde es mega beeindruckend!

“Eine Palme und ein Mann in einem Pool. Das reicht!”

Wer erleben will welch beeindruckende Symbiose Klang und Bild eingehen können ist hier genau richtig. Ein Erlebnis dass unterhält, stimuliert und fordert. Richtig geil

Das war Futter für den Kopf, das Auge und die Ohren! Und vor allem: Nahrung für viel Emotionen 😉Daumen 2x hoch. 👍👍Danke, für das Abtauchen.

Es war ein sehr sehr schönes Erlebniss. Und ich geh seitdem meiner Familie mit Bee Single und Hotties Radio auf n Sack:)

Jederzeit wieder! Ich bestehe auf Fülle als mein Geburtsrecht!

Was da auf die Beine gestellt wird, ist beeindruckend, eine irre Vorstellung,  einfach genial. Das Kino war proppenvoll. Gott sei Dank hatte ich eine Karte ***

Wir hatten nach der Vorstellung noch eine Reihe schöner Bilder und Klänge im Kopf die uns bis nach Hause begleitet haben.

Wenn am Ende der Vorstellung das Licht angeht, verlässt man das Kino zwar melancholiegeschwängert, aber nicht hoffnungslos.

Matthias Tröster

dates

14 September 2024

Dating Planet A ist eine gewagte Reduktion aller Filme, die wir kennen, eingedampft und neu gedacht, als freie Sequenz von Bildern, die inhaltlich nichts mehr erzählen und keine schauspielerischen Figuren entwickeln, also ein Film ohne Narrativ und ohne wirkliche Menschen. 

Demzufolge geht der Autor und Regisseur konsequent zurück zum Format des Stummfilm und installiert ein Jazz-Trio direkt vor die Leinwand-Projektion. In diesem, filmisch gesehen, scheinbar naiven Rückzugsgestus, erlaubt sich Johannes Felder und sein Musikerfreund und Produzent Jonathan Hofmeister eine persönliche Collage in ganz eigenen Sichtweisen auf unsere Welt, ganz eigene Träume und Sehnsüchte, Freiheitsgedanken und Abgrundfantasien, sowohl im Bild, wie in der gleichberechtigten Free-Jazz-Musik. Zu Beginn, als auch zum Schluss wird der weite Horizont des Ozeans besungen und eine Stimme aus dem Off flüstert uns eindringlich ins Ohr: „Nur der Horizont zählt.“ Ein nackter Urmensch rennt mit einem Pfahl auf das Meer zu und schleudert ihn verzweifelt bis zum Firmament.

So das Motto des Films. Wir sind von unserem Horizont eingegrenzt. Die permanente Weite dahinter erreichen wir nicht mit unserer Kraft. Die Welt suggeriert uns Unendlichkeit und zeigt uns außerdem Dinge, die wir nicht verstehen. Deshalb gehen wir in unser subtil-wahrnehmendes, kleines Ich zurück, so wie Paul Celan es einmal sagte:  „Geh mit Deiner Kunst in Deine ureigenste Enge und setze Dich frei!“ 

Ein Film der Meditation. Eine Musik der Stille. Eine neue Generation, die sich des Überflusses erwehrt. Eine neue Leichtigkeit der Bilder.

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